Pflege

Ansprechpartner

Susanna Kocher

Qualitätsbeauftragte, stellv. Pflegedienstleitung

Susanna Kocher

Wir sind rund um die Uhr für Sie da

Team Seniorenresidenz Burg Winnenthal
Ein paar unserer ca. 190 Mitarbeiter

Burg Winnenthal ist eine weltanschaulich offene Einrichtung, die eine umfassende, gezielte und dem Bedürfnis des Einzelnen angepasste Pflege fachkundig umsetzt. Wir praktizieren die Pflege nach den gesetzlichen Bestimmungen und dem aktuell anerkannten Stand pflegerischer Forschung, bleiben dabei aber in erster Linie dem Wohlbefinden unserer Bewohner verpflichtet.

Menschliche Wärme und soziale Kompetenz sind für die Mitarbeiter unserer Wohnbereiche besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Pflegekonzeptes ist im Wesentlichen geprägt durch die Haltung unserer Mitarbeiter gegenüber den Bewohnern. Diese Haltung zeigt sich in einem angenehmen, akzeptierenden und wertschätzenden Verhalten.

 

Die Rolle der Pflege

Die Pflege soll jeden Pflegebedürftigen befähigen, sein Maximum an Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu erreichen, zu erhalten oder wiederherzustellen. Ist das nicht möglich, soll die Pflege den Menschen befähigen, mit seinem Grad der Abhängigkeit bei der Ausführung der Lebensaktivitäten zurechtzukommen. Die Pflege bindet die Hilfestellungen der Angehörigen und anderer Berufsgruppen des Gesundheitswesens ein. Die Probleme die der Bewohner aktuell oder potentiell im Zusammenhang mit den AEDL’s hat, sollen durch die Unterstützung der Pflege verhütet, gelöst, verringert oder bewältigt werden können.

Die verschiedenen Komponenten des Pflegemodells bilden die Grundlage für die Pflege. In Verbindung mit den Pflegeaktivitäten, die direkt mit den AEDL’s zusammenhängen, führen die Pflegekräfte auch Tätigkeiten aus, die Wohlbefinden schaffen, der Vorbeugung dienen oder auf ärztlichen Verordnungen beruhen.

Zu den Tätigkeiten, die Wohlbefinden schaffen gehören die unzähligen von der Pflegekraft eigenständig initiierten Handlungen, die einzig dem Zweck dienen, das körperliche oder seelische Wohlbefinden des Bewohners zu fördern.

Zu den prophylaktischen Pflegemaßnahmen zählen alle Aktivitäten, die verhüten sollen, dass aus potentiellen Problemen auch aktuelle Probleme werden. Diese Maßnahmen können von Pflegefachkräften alleine oder in Zusammenarbeit mit Angehörigen anderer Gesundheitsberufe in die Wege geleitet werden.

Als Verordnungen gelten die Maßnahmen, welche auf Anweisung des Arztes erfolgen, die aber durch eine Pflegefachkraft durchgeführt werden. (Alle medizinischen Maßnahmen müssen sich auf ärztl. Verordnungen stützen und diesen genau entsprechen. Ohne ärztl. Verordnung dürfen keine medizinischen Maßnahmen durchgeführt werden.)

Mitarbeiter sind nur dann in der Lage, hochwertige Pflege zu leisten, wenn sie sich an klaren Vorgaben, Richtlinien und Pflegekonzepten orientieren. Zu unseren Vorgaben gehören im Rahmen unseres umfassenden Qualitätmanagementsystems:

  • Pflegekonzept, Pflegeleitbild, Pflegemodell, Pflegestandard
  • konzeptionelle Grundlagen für den hauswirtschaftlichen Bereich, die soziale Betreuung, die Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr, den Einzug und die Eingewöhnungsphase
  • das Konzept zur Pflege und Betreuung demenzkranker Menschen
  • Stellenbeschreibungen
  • Einarbeitungsstandards für neue Mitarbeiter
  • Verfahrensanweisungen und Richtlinien für alle Kernprozesse aller 
  • Abteilungen

Ob sich letztendlich Mitarbeiter und Bewohner in einer Einrichtung wohlfühlen, hängt von den verschiedensten Faktoren ab. Sicher ist aber, dass die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter wesentlichen Einfluss auf die Pflegequalität und somit das Wohlbefinden der Bewohner hat.

Der Pflegeprozess in der Seniorenresidenz Burg Winnenthal GmbH orientiert sich maßgeblich an dem Konzept der fördernden Prozesspflege nach Monika Krohwinkel.

Die verantwortliche Pflegefachkraft ist u.a. verantwortlich für die fachliche Planung des Pflegeprozesses. Detaillierte Angaben zur jeweiligen Bewohnerbiographie sowie Erkenntnisse aus Gesprächen (mit dem Bewohner oder mit Angehörigen, Freunden, Betreuern etc.) und der genauen Beobachtung durch das Pflegepersonal bilden die Grundlage für die Planung  zielgerichteter Pflegemaßnahmen.

Eine wichtige Informationsgrundlage für die Pflegeplanung liefert der Anamnesebogen, in dem Bewohner, ihre Angehörigen oder die Pflegefachkraft der Akquise vor und die Pflegefachkraft des Wohnbereiches bei der Aufnahme in unsere Einrichtung Erfahrungswerte zum pflegerischen Aufwand im häuslichen Bereich sowie Angaben zur bisherigen Lebensführung (Bedürfnisse, Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen etc.) festhalten.

Für jeden Bewohner wird ein individueller Pflegeplan erstellt. Persönliche Bezugspersonen werden in die Planung der individuellen Pflege und Betreuung einbezogen.

Die Empfehlungen des MDK’s werden berücksichtigt.

System der pflegerischen Arbeitsorganisation

Ganzheitlichkeit erfordert nach Ch. Bienstein ein "... umfassendes Verständnis über das Sein eines Menschen" (1990)

Um dieser Forderung nachkommen zu können, müsste die Pflege in der Lage sein, den ganzen Menschen in seinen Teilen benennen zu können und bei Bedarf in jeder Situation Interventionsmöglichkeiten anzubieten. Dies wäre ein vermessener Anspruch.

Ganzheitlichkeit kann nur im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit aller an der Versorgung Beteiligten angestrebt werden. Deshalb wird in der Seniorenresidenz Burg Winnenthal Wert auf gute Kommunikationsstrukturen gelegt, um im Sinne der Ganzheitlichkeit möglichst viele Aspekte der Versorgungs- und Betreuungsstruktur aus den verschiedensten Blickwinkeln erfassen zu können.

Die individuelle Pflege und Rehabilitation alter und behinderter Menschen erfordert die Kenntnisse verschiedener Fachdisziplinen. Um die Bedürfnisse der Bewohner abzudecken, alle Ressourcen auszuschöpfen und die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Bewohner so weit es möglich ist zu erhalten und zu fördern, bedarf es einer kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen den Pflegekräften und persönlichen Bezugspersonen, den Ärzten, Fachärzten, MitarbeiterInnen des sozialen Dienstes, Hauswirtschaftskräften, Küchenkräften, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialpädagogen, Seelsorgern und auch den Mitarbeitern der Haustechnik.

(Siehe auch: Kooperationspartner)

Die Kooperation muss institutionalisiert sein und findet ihren Ausdruck in der Regelung der Verantwortlichkeiten über das System der Bezugspflege, in regelmäßigen Teambesprechungen (siehe „Besprechungsmatrix“), dem ständigen Informationsfluss bottum-up, top-to-down und in der vertikalen Richtung, in der gemeinsamen Pflegeprozessplanung und den Eintragungen aller in das Dokumentationssystem.

Bezugspflege

Die zuständigen Pflegefachkräfte überwachen die Aktualität der Pflegeplanung, die Durchführung der ärztlichen Verordnungen und die Einhaltung der pflegerischen Anordnungen im Rahmen der Pflegeplanung mit Unterstützung der Wohnbereichsleitung und in Kooperation mit dem Bewohner oder seinen Bezugspersonen. Die Fachkräfte sind Ansprechpartner für die Bewohner/innen, die Angehörigen und die Mitarbeiter anderer Berufsgruppen. Die Fachkräfte evaluieren die Pflegeplanung. Sie sollen die Bewohner/innen vom Einzug bis zum Auszug oder Versterben begleiten.

Die zuständigen Pflegehilfskräfte sind für die fachlich korrekte und kundenorientierte Durchführung der Grundpflege, die Dokumentation ihrer Pflegetätigkeiten und die Information der Fachkräfte verantwortlich. Sie kümmern sich um die Umfeldpflege im persönlichen Umfeld der Bewohner.

Auszüge aus unserem Pflegekonzept